TIERE | NEOZOEN  
Donau-Schwebegarnele  | Limnomysis benedeni  NEU Zum Steckbrief zum Steckbrief

Foto: Patrick Steinmann
Merkmale | schlanker Körper, bis 15 mm groß, nur sehr schwach pigmentiert, eingebuchtetes Telson.
Lebensraum | größere stehende und langsam fließende Gewässer.
Lebensweise | Tiere halten sich überwiegend über steinigem Grund oder zwischen Wasserpflanzen auf. Kommen besonders in der kühleren Jahreszeit in der Wassersäule in großen Schwärmen vor.
Übrigens | bislang gibt es nur wenig Funde aus kleineren Seen, viele Funde in den großen europäischen Flusssystemen.
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Schwarzmeer-Schwebegarnele | Katamysis warpachowskyi  NEU Zum Steckbrief zum Steckbrief

Foto: Almut Hanselmann
Merkmale | kräftiger, kompakter Körper, bis 7 mm groß, bräunlich pigmentiert, zungenförmiges Telson.
Lebensraum | größere stehende und langsam fließende Gewässer.
Lebensweise | Tiere halten sich überwiegend über sandigem Grund oder zwischen Wasserpflanzen auf. Kommen meistens einzeln, selten in großen Schwärmen vor.
Übrigens | bislang gibt es nur wenig Funde aus unseren Seen.
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Rotflecken-Schwebegarnele | Hemimysis anomala NEU Zum Steckbrief zum Steckbrief

Foto: Joachim Weiß
Merkmale | bis 15 mm groß, rote Färbung auf dem Telson, Telson gerade
Lebensraum | meist langsam fließende Gewässer
Lebensweise | Tiere halten sich tagsüber in Grundnähe auf, nachts bilden sie große Schwärme im Freiwasser.
Übrigens | bislang gibt es nur wenig Funde aus unseren Seen.
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Keulenpolyp  | Cordylophora caspia (Pallas, 1771) NEU Zum Steckbrief zum Steckbrief

Foto: Joachim Weiß
Merkmale | büschelartig bis zu etwa 8 cm hohe,  gelbliche Polypenstöcke, Polypenstiele (Hydranthophoren) gehen aus Stöcken hervor, Polyp sitzt am Stiel-Ende
Lebensraum | Brackwasser
Lebensweise | Tiere leben meist auf hartem Substrat, sterben im Winter ab und gehen im Frühjahr aus den Polypenstöcken erneut hervor
Übrigens | durch seine hohe Anpassungsfähigkeit, vor allem was den Salzgehalt anbelangt, kann der Keulenpolyp in allen Gewässern vorkommen
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Süßwassermeduse | Craspedacusta sowerbii   Zum Steckbrief zum Steckbrief

Foto: Franz Brümmer
Merkmale | Ausgewachsene Meduse flach glockenförmig, bis 2,5cm groß. Trägt am Rand des Schirms nesselbesetzte Fangarme (Tentakel). Nach unten gerichteter Magenstiel läuft in 4 gut sichtbare Mundlappen aus. Dazugehöriger Polyp nur 0,5-2mm groß und tentakellos.
Lebensraum | Größere stehende und langsam fließende Gewässer.
Lebensweise | Meduse steigt immer wieder zur Wasseroberfläche empor und lässt sich anschließend langsam absinken, wobei Kleinkrebse, Rädertierchen und Einzeller als Nahrung gefangen werden.
Übrigens | Sie ist die einzige Qualle des Süßwassers in Mitteleuropa! Mit einem Wassergehalt von 93% ist sie damit das wasserreichste, bekannte Tier!
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Schwammiges Moostierchen | Pectinatella magnifica Zum Steckbrief Steckbrief als PDF runterladen

Foto: Tim Vechter
Merkmale | Die Kolonie ist bis zu 20cm dick, 30cm lang und kann über 1kg schwer werden.
Lebensraum | Das Schwammartige Moostierchen lebt in stehenden und fließenden Gewässern.
Für eine optimale Entwicklung benötigt es Temperaturen von mindestens 20 Grad.
Übrigens | Es wurden schon Moostierchen von bis zu 2m Länge beobachtet.
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Gefleckter Strudelwurm | Dugesia tigrina Zum Steckbrief Steckbrief als PDF runterladen

Foto: Uli Erfurth
Merkmale | Für Strudelwürmer typischer, leicht dreieckiger Kopf, der stark abgerundet ist. Weißer Vorhof um die Augen. Graubraun bis schwarz. Größe ungefähr 1,0 bis 2,0 cm.
Lebensraum | Stehende und langsam fließende Gewässer. Hohe Toleranz gegenüber Verschmutzungen und Temperaturschwankungen.
Lebensweise | Lebt räuberisch und frisst andere Strudelwürmer und auch Schnecken.
Übrigens | Durch Aquarianer nach Europa eingeschleppt. Weit verbreitet aber geringe Populationsdichte.
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Großer Höckerflohkrebs | Dikerogammarus villosus (Sovinskij 1984)  Zum Steckbrief Steckbrief als PDF herunterladen

Foto: Martin Mörtel
Merkmale | Sehr großer Flohkrebs (bis zu 21 mm). Oft getigert oder längs gestreift. Tritt meist in hohen Zahlen auf.
Lebensraum | Stehende Gewässer und Flüsse. Bevorzugt in Seen größere Steine im Flachwasserbereich. Herkunft: Pontokaspis.
Lebensweise | Oft an Unterseiten von Steinen zu finden. Werden die Tiere gestört, suchen sie schnell den Gewässerboden auf und versuchen Unterschlupf zu finden.
Übrigens  | Ein sehr konkurrenzstarker Räuber unter den Flohkrebsen. Verdrängt daher die heimischen Arten und hat das Potential, auch andere Tiergruppen stark zu beeinflussen.
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Zebramuschel | Dreissena polymorpha Zum Steckbrief Steckbrief als PDF runterladen

Foto: Heike Wagner
Merkmale | Zeichnet sich durch dreieckige Schalen, meist gelblich gefärbt, mit braunen, meist gezackten Linien aus. 26-40mm lang und 17-20mm hoch.
Lebensraum | Bevorzugt stehende und langsam fließende Süßgewässer, kann aber auch im Brackwasser vorkommen.
Lebensweise | Heftet sich mit klebrigen Fäden (Byssus) an festes Substrat, bevorzugt Holz, Steine oder andere Muscheln. Aus den im Sommer ins Wasser abgegebenen Eiern entwickeln sich Veligerlarven. Diese setzen sich nach acht Tagen im Plankton fest und entwickeln sich zu intensiven Filtrierern.
Übrigens | Der 'Klebstoff' mit dem sich die Muschel am Untergrund festsetzt, wurde nun isoliert und dient als Naturklebstoff.
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Grobgestreifte Körbchenmuschel | Corbicula fluminea Zum Steckbrief Steckbrief als PDF runterladen

Foto: Franz Brümmer
Merkmale | Wird 20-28mm lang, 20-26mm hoch und 14-21mm breit. Auf der Schalenoberfläche sind 7-8 kräftige, konzentrische Rippen pro cm zu sehen. Farbe der Schale variiert von gelblich bis bräunlich. Schaleninnenseite weißlich bis blassbläulich.
Lebensraum | Besiedelt und lebt bevorzugt auf sandigen und kiesigen Gewässerböden, kann jedoch auch auf schlammigen Grund gefunden werden.
Lebensweise | Wird mit 3 Jahren geschlechtsreif, kann sich sehr schnell vermehren und betreibt Brutpflege. Dabei entwickeln sich die befruchteten Eier zwischen den Kiemenlamellen zu Jungtieren mit Schalen.
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Europäische Süßwassergarnele | Atyaephyra desmaresti Zum Steckbrief Steckbrief als PDF runterladen

Foto: Uwe Rzeha
Merkmale | Maximale Länge 39mm, Weibchen größer als Männchen. Farblos bis bläulich/bräunlich gefärbt.
Lebensraum | Lebt in Seen und Seitenarmen zwischen Steinen und Ufervegetation in Bereichen schwacher Strömung.
Lebensweise | Brutzeit im Frühjahr bis Spätsommer. Weibchen tragen bis zu 1500 Eier am Hinterleib. Lebenszeit 12-18 Monate.
Übrigens | In ihrem Heimatgebiet, dem Mittelmeer, findet man die Süsswassergarnele in Süss-, Brack- und Salzwasser, vor allem in Stauseen, Reisfeldern, Küstenlagunen und temporären Flüssen.
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Sumpfkrebs, Galizischer Krebs | Astacus leptodactylus Steckbrief kommt in Kürze PDF kommt in Kürze

Foto: Herbert Frei
Merkmale | Auffallend, charakteristisch sind die lang gestreckten Scherenfinger und zwei Augenleisten. Körper meist gelblich, grünlich oder ocker bis hellbraun - keine roten Farbzeichnungen.
Lebensraum | Bevorzugt Stillgewässer mit schlammigem Grund. Verträgt niedrige Sauerstoffkonzentrationen & höhere Temperaturen sehr gut.
Lebensweise | Häufig tagaktiver Allesfresser. Sehr dominant anderen Krebsarten gegenüber durch hohe Fortpflanzungsrate und schnelles Wachstum.
Übrigens | Der Sumpfkrebs wurde in der Vergangenheit in erster Linie als Speisekrebs nach Deutschland importiert.
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Kamberkrebs, Amerik. Flusskrebs | Orconectes limosus   Zum Steckbrief PDF kommt in Kürze

Foto: Herbert Frei
Merkmale | Charakteristische rost-braune Querbinden auf dem Schwanz und ein Paar Augenleisten. Trägt an der Innenseite des Scherenbeins deutlichen Dorn!
Lebensraum | Bevorzugt größere, weiträumige, stehende Gewässer und größere Flüsse.
Lebensweise | Liebt schlammige Böden und verträgt gut Aalvorkommen. Gräbt keine Wohnhöhlen und lebt frei am Gewässergrund. Gegen Porzellankrankheit und Krebspest wesentlich widerstandsfähiger. Paarungszeit im Oktober, Eiablage im folgenden April/Mai.
Übrigens | Stellt als Dauerausscheider von Krebspesterregern starke & ständige Gefährdung für alle heimischen Krebsarten dar!
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Wollhandkrabbe | Eriocheir sinensis Zum Steckbrief Steckbrief als PDF runterladen

Foto: Herbert Frei
Merkmale | Männliche Wollhandkrabbe mit wolligen, dichtstehenden Haaren an den Scheren. Rückenschildpanzer bei allen Tieren ca. 7 cm lang und 9 cm breit. Auf der Stirn 3 deutliche Kerben und am seitlichen Rand 4 kräftige Zacken.
Lebensraum | Lebt in Deutschland in größeren Flüssen oder Kanälen.
Lebensweise | 4-5 Jahre alte Wollhandkrabbe wandert zur Fortpflanzung ins Meer. Nach 2 Jahren wandert die neue Generation wieder zurück in die Flüsse. Nahrung besteht aus Pflanzen, Würmern, Schnecken, Muscheln, Krebsen, Insektenlarven und Jungfischen.
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Sonnenbarsch | Lepomis gibbosus Zum Steckbrief Steckbrief als PDF herunterladen

Foto: Ludwig Migl
Merkmale | Hochrückig und seitlich stark abgeflacht. Größe meist 10-15cm. Charakteristischer schwarzer Fleck auf Kiemendeckel. Grundfärbung olivgrün bis olivbraun mit grün-bläulicher Musterung. Zweigeteilte Rückenflosse, die zur Drohung aufgestellt werden kann.
Lebensraum | Lebt in pflanzenreichen 1-2m tiefen Uferzonen warmer, stehender und langsam fließender Gewässer.
Lebensweise | Standorttreu mit starkem Revierverhalten. Laichgrube während der Fortpflanzungszeit (Mai-August). Eier und frisch geschlüpfte Jungfische werden bewacht. Fressen vor allem Amphibien- & Insektenlarven, Würmer und Kleinkrebse.
Übrigens | Gilt als der etablierteste, gebietsfremde Fisch in Deutschland.
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Graskarpfen | Ctenopharyngodon idella (Valenciennes 1844)   Zum Steckbrief Steckbrief als PDF herunterladen

Foto: Roland Regler
Merkmale | Der Rücken des Graskarpfen ist dunkelgrün bis grünschwarz gefärbt. Der Körper ist bis zu 1,20 m lang und kann bis zu 40 kg schwer werden. Das unterständige Maul hat keine Bartfäden.
Lebensraum | Pflanzenreiche Steh- und große Fließgewässer.
Lebensweise | Der Graskarpfen pflanzt sich in Gewässern über 25 C fort. Er bevorzugt weiche Pflanzen, frisst aber auch Röhrichte und Seggen. 
Übrigens | Ein 14 kg schweres Weibchen hat chinesischen Forschern zufolge 96000 Eier in einer Eiablage gelegt.
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Ochsenfrosch | Rana catesbeiana Zum Steckbrief Steckbrief als PDF herunterladen

Foto: Herbert Frei
Merkmale | Wird bis zu 30cm groß und über 1kg schwer! Körperoberseite braun bis olivgrün, Unterseite hell mit dunklen Flecken. Besonderes großes Trommelfell!
Lebensraum | Lebt bevorzugt in pflanzenreichen Gewässern wie größeren Teichen, Altarmen und Baggerseen.
Lebensweise | Fortpflanzungszeit im Frühling und Frühsommer. Männchen besitzt Territorien und wirbt mit tiefen Rufen um Weibchen, das nach der Paarung 10.000-20.000 Eier legt. Kaulquappe wird etwa 11-14cm groß. Je nach Wassertemperatur und Nahungsangebot entwickelt sich die Kaulquappe in 1-3 Jahren zum Frosch. Zur Nahrung gehören Fische, Amphibien, Schnecken, Insekten und junge Wasservögel, sowie Kleinsäuger.
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Rotwangenschildkröte | Trachemys scripta elegans (Wied 1839)   Zum Steckbrief Steckbrief als PDF herunterladen

Foto: unbekannt
Merkmale | Auffälliger roter oder orangefarbener Streifen auf der Schläfe. Weibchen bis zu 28 cm, Männchen bis zu 20 cm groß.
Lebensraum | Langsamfließende und stehende Gewässer. Bevorzugt mit Pflanzenbewuchs und ausreichenden Flachwasserbereichen.
Lebensweise | Räuberisch mit zunehmendem Alter auch Pflanzenfresser
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Bisamratte | Ondatra zibethicus Linnaeus 1766   Zum Steckbrief Steckbrief als PDF herunterladen

Foto: unbekannt
Merkmale | Die Bisamratte wird ca. 35cm groß (ohne Schwanzund maximal 1,8 kg schwer. Der Kopf ist kurz und fast halslos. Der Schwanz ist nackt und seitlich abgeplattet. Die Ohren sitzen tief im Fell. Das Fell selbst ist wasser-abweißend und schwarz über braun bis zu creme farben. Schwimmborsten befinden sich am Rand der Zehen, die somit diese ruderartig vergrößern.
Lebensraum | Pflanzenreiche Fließ- und Stehgewässer.
Lebensweise | Die Bisamratte ist hauptsächlich nacht- und dämmerungsaktiv und ernährt sich von Pflanzen.
Übrigens  | Bisam leitet sich von dem türkischen Wort besen (dt. Geruch) ab und ist auch ein anderer Name für Moschus. Ihren Namen verdankt die Bisamratte der Tatsache dass sei ein nach Moschus riechendes Sekret ausscheidet.


Foto: Ralph O. Schill